Paradigmenwechsel, der

Ein P. ist ein derart bahnbrechendes Ereignis, eine Erfindung, Entdeckung oder Idee (oder eine Kombination aus mehreren dieser Faktoren), dass sich die gesamte Weltanschauung dadurch ändert. Der Begriff wird von dem amerikanischen Wissenschaftsphilosophen Thomas S. Kuhn (1922-1996) in die Wissenschaftstheorie eingeführt. Zwei Paradigmen (Weltanschauungen), die durch einen P. getrennt sind, sind für Kuhn inkommensurabel, d.h. nicht mit dem gleichen Maß messbar. Die Entwicklung der Bakteriologie im späten 19. Jhdt. etwa kann als P. für die Medizin und Hygiene gewertet werden.

Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1973.

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